Eine Retoure ist zunächst ein zurückgesandtes Produkt. Der Anlass kann im Angebot genannt sein oder unbekannt bleiben. Aus der Rücksendung allein lässt sich nicht ableiten, ob das Gerät unbenutzt, ausprobiert oder wegen eines Problems zurückgegeben wurde. Lesen Sie die weitere Beschreibung deshalb besonders genau.

Herkunft nicht mit Diagnose verwechseln

Fragen Sie, ob ein Rücksendegrund bekannt ist. Passte das Produkt nicht zum vorgesehenen Einsatz, ist das eine andere Geschichte als ein gemeldeter Bildaussetzer. Beides kann nachfolgende Prüfungen erfordern, doch die Ausgangsfrage ist unterschiedlich. Ein unbekannter Grund sollte ausdrücklich als unbekannt behandelt werden.

Erkundigen Sie sich außerdem, ob die Ware nach der Rückkehr untersucht wurde oder lediglich erneut angeboten wird. Ein eingeschweißter Ersatzkarton kann zum Versandprozess gehören, sagt aber nichts über den vorherigen Prüfaufwand. Auch angebrachte Etiketten ersetzen keinen nachvollziehbaren Zustandshinweis für das einzelne Exemplar.

Nach der Rückkehr geleistete Arbeit erfassen

Bitten Sie um die Angaben, die für das Produkt sinnvoll sind: Funktionsprüfung, Reinigung, gegebenenfalls Reparatur und Kontrolle des Zubehörs. Bei einem Telefon gehört die Entfernung vorheriger Kontobindungen zur Nutzbarkeit. Bei einem Haushaltsgerät können benutzte Filter oder nicht gereinigte Kontaktflächen zusätzlich relevant sein.

Wenn ein ursprünglicher Fehler erwähnt wird, fragen Sie nach dem Ergebnis der Untersuchung und einer eventuell durchgeführten Maßnahme. Die Aussage Fehler nicht gefunden ist nicht dasselbe wie Fehler behoben. Ein gelegentliches Problem kann in einem kurzen Test ausbleiben. Für Ihre Entscheidung muss erkennbar sein, welche Unsicherheit noch besteht.

Lieferung mit dem zugesagten Zustand vergleichen

Speichern Sie das Angebot und prüfen Sie nach Erhalt zuerst sichtbare Spuren und Lieferumfang. Gehen Sie anschließend die Funktionen durch, die Sie tatsächlich benötigen. Stellen Sie dabei keine persönliche Datenübernahme vor die Kontrolle wichtiger Sperren oder Beschädigungen.

Dokumentieren Sie eine Abweichung konkret, etwa einen fehlenden Aufsatz oder wiederkehrende Aussetzer. Bewahren Sie geeignete Verpackung vorerst auf und klären Sie den weiteren Ablauf mit dem Verkäufer. Eine Retoure kann ein brauchbares Produkt sein, aber die positive Entscheidung sollte sich auf aktuelle Informationen stützen und nicht allein auf die Hoffnung, dass Rücksendungen meist harmlos seien.

Häufige Fragen

Ist eine Retoure automatisch generalüberholt?

Nein. Eine Rücksendung beschreibt keinen Aufbereitungsprozess. Fragen Sie, welche Arbeiten nach dem Eingang tatsächlich durchgeführt wurden.

Soll ich nach dem ursprünglichen Käufer fragen?

Für Ihre Prüfung sind Zustand, Rücksendegrund und durchgeführte Kontrollen wichtiger als persönliche Angaben einer früheren Person. Solche Daten sind normalerweise unnötig.

Quellen & weiterführende Hinweise